13. Süddeutscher Fachtag für den Pflege- und Erziehungsdienst der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Zeit

Mittwoch, 10. Mai 2017

Ort

Klinik und Poliklinik für KJPPP
Margarete-Höppel-Platz 1
97080 Würzburg

Dateien

Partner-Veranstalter

Die Veranstaltung richtet sich an alle Berufsgruppen, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit psychisch belasteten oder psychisch kranken Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Die Fachvorträge und praxisorientierte Workshops bieten den Teilnehmern umfassend Möglichkeiten, sich über unterschiedlichen Ansätze und Hilfen zum Umgang mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen zu informieren und fachlich auszutauschen.

Unten finden Sie Infos über Vorträge und Workshops der Tagesveranstaltung, ausführliche Informationen gibt es rechts zum Download.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch der Süddeutschen Fachtagung!
Ute Saller-Götz ,  Stationsleitung - Jugendstation 2 West

   Zur Anmeldung HIER klicken !

(Verlinkung auf externe Seite)

Vorträge

1
Psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche mit Behinderung
Rothenbucher Anne, Kinderkrankenschwester, Fachkraft für Psychiatrie (DKG), Klinik am Greinberg, KJPPP Würzburg
2
Umgang mit dissoziativen Störungen – eine Herausforderung
Dr. phil. Thomas Jans, ltd. Psychologe , KJPPP Würzburg

Workshops

1
Herkunft, Schicksal, Freiheit, Werte- Erfahrungen aus der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.
Elisabeth Uschold-Meier, Dipl. Pädagogin, Pädag. Leitung, Ev. Kinder- Jugend- und Familienhilfe, Würzburg
Wir sind uns bewusst, dass jeder von uns durch unsere Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Tag für Tag und ganz konkret Werte vermittelt und so erheblichen Einfluss darauf hat, wie Integration, ein Miteinander gelingt. Im Workshop beschäftigen wir uns mit unserer Haltung, unseren Hoffnungen und unseren Ängsten, mit denen wir im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen konfrontiert sind. Wir üben uns in nonverbaler Kommunikation und Sie lernen traumapädagogische und psychoedukative Grundprinzipien kennen. Wenn Sie möchten, haben Sie die Möglichkeit, diese an eigenen Erfahrungen und Fallbeispielen praktisch zu erproben.
2
Ein Bericht aus der Adoleszentenstation „Alles Pubertät“
Christian Wimmer, Fachpfleger für Psychiatrie, Stationsleitung, kbo-Heckscher-Klinikum Standort Wasserburg am Inn
Vorstellung der Adoleszentenstation des kbo-Heckscher-Klinikums am Standort Wasserburg am Inn. Weder „Fisch noch Fleisch“, die Besonderheiten in der Arbeit mit Jugendlichen in der Spätphase der Pubertät. Routine und Besonderes aus dem täglichen Leben des PED in der Adoleszentenstation Zeit für Fragen und Diskussion
3
Kunst und Therapie mit Kindern und Jugendlichen im klinischen Kontext
Burghilt-Henzel, Kunst- und Ergotherapeutin, KJPPP Würzburg
Im Workshop „Kunst und Therapie mit Kindern und Jugendlichen“ gebe ich einen Einblick in meine kunsttherapeutische Arbeit und zeige „BilderAugenBlicke“ die Lebenssituationen und Entwicklungsprozesse von psychisch schwerstkranken Kindern und Jugendlichen im klinischen Kontext widerspiegeln. Im Falle einer 16-jährigen Patientin mit emotional instabiler Persönlichkeitsentwicklung stelle ich ihre Entwicklungsschritte und Veränderungen über drei Jahre vor. In einer praktischen Übung haben die Teilnehmer die Möglichkeit eine kunsttherapeutische Methode in Selbsterfahrung kennenzulernen und auszuprobieren.
4
„Es gibt kein WiFi im Wald!“ „ Aber eine viel bessere Verbindung!“ – Natur- und Wildnispädagogik in der KJP Ulm
Anja Treß, Bettina Hänn, Krankenschwestern, KJP Ulm
Einführung. Was ist Wildnispädagogik? Warum machen wir Wildnispädagogik mit den Kindern? Beispiele für die praktische Umsetzung des Konzepts Offene Fragerunde Praktischer Teil: Die Teilnehmer erhalten einen kleinen praktischen Einblick in die Wildnispädagogik, versuchen Feuer zu machen wie in der Steinzeit oder schulen beim Laufen des Parcours ihre Sinne.
5
Achtsame Selbstfürsorge fördern durch Aktivierung der 5 Sinne
Petra Saemann, Kinderkrankenschwester, Fachpflegekraft für Psychiatrie (DKG) KJPPP Würzburg
Die Patientengruppe beschäftigt sich mit positiven Verhaltens- und Erlebnisweisen, angenehmen Ereignissen und möglichen Ressourcen. Der angemessene Umgang mit Positiva wird erlernt um sie als Hilfsmittel einzusetzen. Das Ziel dieser Gruppe ist das Fördern der Selbstfürsorge. Durch verschiedene Übungen wird die Aufmerksamkeit auf positive Reize gelenkt. Die Jugendlichen erfahren bei dieser Gruppenarbeit gegenseitigen Austausch und Unterstützung. Vorstellung des Konzepts und Erfahrungen dieser Gruppenarbeit mit praktischen Übungen.
6
Zu-Mut-ungen!? – Behandlungskonzept bei Störung des Sozialverhaltens
Frank Happich, Jugend- und Heimerzieher, Stationsleitung, ZfP Südwürttemberg, Ravensburg
Bei der Behandlung von Störungen des Sozialverhaltens entstehen immer wieder Grenzen. Dies zeigt sich in verschiedenen Dynamiken, innerhalb des Teams, der Patientengruppe und den kooperierenden Institutionen bzw. dem Wohn- und Arbeitsumfeld. Letztendlich enden diese Spannungen oft in Perspektivlosigkeit bei dem Jugendlichen und dem Hilfesystemen. Mit einem gestuften Behandlungsprogramm versuchen wir seit ein paar Jahren, diese bekannten Muster zu durchbrechen.
7
„ Der Kampf um das Gewicht “ – Professioneller Umgang bei Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen
Karina Schlembach, Kinderkrankenschwester, KJPPP Würzburg / Desiree Schmitt, Gesundheits- und Krankenpflegerin, KJPPP Würzburg
Die häufigsten Typen der Essstörungen werden kurz vorgestellt. Es wird auf die Besonderheiten im Umgang mit betroffenen Patienten eingegangen; dies beinhaltet u.a. die speziellen Behandlungsmöglichkeiten, die typischen Verhaltensweisen der Betroffenen sowie die darauf möglicherweise folgende Dynamik im Team und in der Patientengruppe. Es wird Raum geschaffen, um einen Austausch der Praxisbeispiele und Erfahrungen der Teilnehmer/Innen zu ermöglichen.
8
„Gemeinsam sind wir stark“ Kommunikations- und Interaktionsspiele für Kinder und Jugendliche
Andrea Filusch, Tanz- und Bewegungstherapeutin, KJP, Kliniken Sankt Elisabeth / Philipp Stuber, Erzieher, KJP Klinik Sankt Elisabeth, Neuburg an der Donau
Wir wollen vielfältige Kommunikations- und Interaktionsspiele ausprobieren. Dabei sollen die Freude und der Spaß am Miteinander im Vordergrund stehen. Über das praktische Erfahren sowie Erleben in und mit der Gruppe werden wir den theoretischen Hintergrund besser und klarer verstehen und erfahren.
9
„ Wenn der Druck zu groß wird “ Selbstschädigung ist keine Lösung
Denise Montedoro, Fachpflegekraft für Psychiatrie (DKG), KJPPP Würzburg / Heidrun Stähr, Kinderkrankenschwester, Heilpädagogin, KJPP Würzburg
Welche Alternativen (Skills) können wir einem Jugendlichen in Not anbieten, damit er/sie den „Druck“ ohne Selbstverletzung abbauen kann? Als Skill („Fertigkeit“) wird dabei jedes Verhalten bezeichnet, dass in einer schwierigen Situation kurzfristig hilft, die innere Anspannung abzubauen UND langfristig nicht schädlich ist. Das Ziel eines Skillstrainings ist das Erlernen und die Verbesserung von Fertigkeiten, die helfen können, adäquat mit Schwierigkeiten und Belastungen umzugehen. In diesem praxisbezogenen Workshop werden Möglichkeiten und Ideen vermittelt, die sie bei Ihrer täglichen Arbeit einsetzen können um:  Krisen zu reduzieren  Hochstressphasen zu bewältigen  Funktionale Strategien zur Spannungsregulation aufzubauen  Selbstverletzende und selbstschädigende Verhaltensmuster zu vermindern  Dysfunktionale Muster zu unterbrechen.
10
Solozeit – Was passiert, wenn nichts passiert?
Stefan Helbing, Dipl. Soz.Päd. (FH) PED Ltg., Kliniken Christophsbad KJPP Göppingen
Die Solozeit als erlebnispädagogische Maßnahme welche nicht nach einer Challenge-ResponseStruktur funktioniert, keine Aufgabe stellt und doch so intensiv wirkt. Solozeit ist nicht zu verwechseln mit „Time – Out“. Die Solozeit im erlebnispädagogischen Kontext hat seine Wurzeln in der Visionssuche und ist gekennzeichnet durch das Wirken der Natur mit dem Teilnehmer selbst. Der Workshop findet bei jedem Wetter z.T. im Freien statt, entsprechend wetterfeste Kleidung ist zu tragen.
11
Systemische Diagnostik – Sprach- und handlungsorientierte Interventionen in der Beratung der Betroffenen
Wolfgang Burgmaier, Dipl. Soz.Päd. (FH), Systemischer Kinder- und Jugendlichen- und Familientherapeut (DGSF)
In diesem Workshop werden Theorieinputs, Praxisbeispiele und Demonstrationen kombiniert. Dabei haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die präsentierten Methoden selbst auszuprobieren.