23.Bundesfachtagung 2018 in Hamm

Zeit

Donnerstag, 27. September 2018 bis Freitag, 28. September 2018

Ort

Kurhaus Hamm
Ostenallee 87
59071 Hamm

Gebühren

Gesamte Tagung

  • für Mitglieder : 140,00 €
  • für Nichtmitglieder : 165,00 €
  • für Neumitglied : 90,00 €

Tageskarte

  • für Mitglied : 70,00 €
  • für Nichtmitglied : 100,00 €
  • für Neumitglied : 40,00 €

Stornierung

Bei Stornierung der Anmeldung bis zum 15.09.2018 wird der Tagungsbeitrag abzüglich einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30,00 € zurückerstattet.
Bei späterer Stornierung der Anmeldung wird die volle Teilnahmegebühr einbehalten.

Anmeldeschluss

12.09.2018

Dateien

Partner-Veranstalter

Elephantastisch! Gut!

(Online Anmeldung weiter unten)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich lade Sie/Euch herzlich zu unserer Bundesfachtagung vom 27. bis 28.09.2018 nach Hamm (Westf.) ein. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist der vorn abgebildete Glaselefant im Maximilianpark Hamm, ein ehemaliges Zechengebäude. In Anlehnung daran steht die diesjährige Tagung unter dem Motto „Elephantastisch! Gut!“

Gemeinsam mit dem Kollegium der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) in Hamm konnten wir wieder ein abwechslungsreiches Programm erstellen, vielen Dank hierfür schon an dieser Stelle.

Bereits zum 23. Mal führen wir eine Bundesfachtagung durch und haben für diese Tagung ein neues Element eingeplant. Neben den üblichen Vorträgen und Workshops, bieten wir dieses Jahr mit zwei „Worldcafes“ die Möglichkeit, sich zu den Themen „Safewards“ und „Akademisierung im PED, skill & grade oder kill straight“ zu informieren und auszutauschen. Diese sind für Großgruppen mit bis zu 40 Teilnehmern geeignet. Die Idee, eine andere Methode auszuprobieren, entstand in einer gemeinsamen Klausur zwischen Vorstand und unserem Weiterbildungsausschuss und wir sind sehr gespannt, wie dies von Ihnen aufgenommen wird.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Tagung wird die Verleihung des 7. Pflege- und Erziehungspreises sein. Die Gewinner der ersten drei Plätze werden am Freitag ihre Projekte vorstellen und bekommen die Trophäe, den „Beutling“, und den Geldpreis feierlich überreicht.

Ich wünsche uns allen eine interessante Tagung mit offenem Austausch, neuen Erkenntnissen und bereichernden Begegnungen.

Mit dem Programm decken wir thematisch in den Vorträgen und auch den Workshops wichtige Themen unseres Arbeitsfeldes ab, mit dem Begleitprogramm Mitgliederabend und dem „legendären“ Tagungsfest am Donnerstag wird die Tagung abgerundet.

Ich freue mich, Sie/Euch im September in Hamm begrüßen zu dürfen.

Hans-Ulrich Neunhoeffer

Vorsitzender der BAG

Vorträge

1
Stationsäquivalente Behandlung (STÄB) – eine neue Art der Behandlung, nicht nur für unsere Patienten…“
Nadine Buchmüller, Dr. Nicole Corpus aus der ZfP Weissenau
2
Lass Dich nicht im Stich – Die spirituelle Botschaft von Ärger, Zorn und Wut
Pierre Stutz (Schweizer katholischer Theologe und Autor)
3
„Was tun bei (Cyber) Mobbing?“ Systemische Prävention und Intervention in Gruppen
Frau Birgit Kimmel, Pädagogische Leitung der EU-Initiative klicksafe bei der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz

Workshops / Worldcafés

1
Ex-In Ehemaligenarbeit als Bestandteil der stationären Entzugsarbeit
Frau Silvana Hesse (Pflegeexpertin, LWL-Universitätsklinik Hamm)
Die Ehemaligenarbeit hat in den letzten Jahren immer mehr Verwendung als Therapiemethode in der Psychiatrie gefunden. Durch die vielfältigen Erfahrungen konnte sich die psychiatrische Praxis positiv weiterentwickeln. Im Rahmen der stationären Entzugsbehandlung von suchterkrankten Jugendlichen, wurde in der LWL-Klinik Hamm, eine Ehemaligengruppe namens „EX-CHANGE“ eingeführt. Dieser Workshop gibt einen Einblick in das Themengebiet der Ehemaligenarbeit, zeigt Potentiale und mögliche Schwierigkeiten auf und verdeutlicht anhand des praktischen Beispiels „EX-CHANGE“ die vielen Möglichkeiten des Einbezugs Ehemaliger im jugendpsychiatrischen Settings.
2
Kompetenz basiertes Bildungsmanagement (KBBM)
Frau Krause, Herr Walter (Stationsleitung) LWL-Universitätsklinik Hamm
Das kompetenz basiertes Bildungsmanagement (KBBM) ist ein Instrument zur systemischen Förderung von Mitarbeitern. Durch den demografischen Wandel und den zunehmenden Fachkräftemangel geht es um eine gute Fortbildungssteuerung und Filterung von Angeboten. Nicht im Gießkannenprinzip sondern spezialisiert auf die Bereiche in der jeweiligen Einrichtung. Hier setzt das KBBM an, es unterstützt bei der Fortbildung und Spezialisierung von Mitarbeitenden und gibt einen schnellen Überblick über schon vorhandene Kompetenzen und unterstreicht das Fortbildungsmanagement. Dieser Workshop stellt das kompetenzbasierte Bildungsmanagement vor und zeigt die praktische Umsetzung.
3
Kinder von psychisch erkrankten Eltern
Frau Jutta Benz(Stationsleitung Tagesklinik, LWL-Universitätsklinik Hamm)
Für Kinder von psychisch erkrankten Eltern besteht ein erhöhtes Risiko selbst eine psychische Erkrankung zu entwickeln oder unter den Beeinträchtigungen und Belastungen im System zu leiden. Durch einen Mangel an Beziehungsstabilität und einer Verringerung von Erziehungskompetenzen auf Seiten der erkrankten Eltern, kommt es in der Folge zu einer Parentifizierung und einer eindeutigen Überforderung der betroffenen Kinder. Dieser Workshop zeigt anhand eines Fallbeispiels aus der Praxis, Einflussfaktoren und Stressoren die zu einer psychischen Erkrankung des Kindes führen können. Sowie Handlungsstrategien und Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit betroffenen Systemen. Analog wird ein interaktiver Erfahrungsaustausch erfolgen.
4
Multifamilientherapie
Frau Nicole Saalmann (Gesundheits- und Krankenpflegerin) Lisa Sternal Master in soz. Inklusion, Bildung und Gesundheit/ Heilpädagogin LWL-Klinik Marl-Sinsen
In den letzten Jahren hat die Mehrfamilienarbeit neue Wirkungsfelder in Schulen, Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie erobert. Die MFT ermöglicht dabei eine wirksame Kooperation zwischen Eltern, deren Kindern, Lehrkräften, Jugendhilfe-Mitarbeiter(inne)n und Therapeut(inn)en. In dem Workshop wird über die im Klinikkontext gesammelten Erfahrungen berichtet und verschiedene Übungen vorgestellt.
5
Marte Meo
Frau Anne Kleff (Dipl. Sozialpädagogin) Stationsleitung LWL-Klinik Dortmund
Marte Meo – Der Blick auf die Ressourcen Mit Marte Meo, einer videogestützten Methode, kann man Kooperationsfähigkeiten im Alltag der KJP mit den Kindern und den Familien entdecken, entwickeln, fördern. Im Workshop werden in kleineren Gruppen kurze Videosequenzen aus sozialen Situationen erstellt, und anschließend werden gelungene Kooperationsmomente gemeinsam betrachtet.
6
Adjuvante (alternative) Pflege in der Kinder und Jugendpsychiatrie
Frau Sybille Appelhoff Heilpädagogin, Frau Ilona Betker (Heilpädagogin) , Frau Anna Sieber (Gesundheits- und Krankenpflegerin) LWL-Klinik Marl-Sinsen
Vorgestellt werden alternative sowie naturheilkundliche Behandlungsmethoden, beispielsweise Aromaöle, Handmassagen (Akupressur), Teilbäder, Tees oder Wickel und Auflagen und deren Einsatz in der psychiatrische Pflege.
7
EDV- Gestützte Behandlungsdokumentation unter den Anforderungen verschiedenster Anspruchsteller
Frau Christine Gerber (Qualitätsmanagementbeauftragte LWL- Universitätsklinik Hamm), Herr Thomas Linnemann Pflegedirektor der LWL-Universitätsklinik Hamm
In den letzten 10 Jahren hat die Psychiatrie auf Grund der neuen Finanzierung große Veränderungen erfahren. Die Ansprüche der internen und externen Anspruchsteller an die Behandlungsdokumentation haben sich deutlich erweitert. In diesem Zug hat die Relevanz der Pflegedokumentation zugenommen, z.B. muss der Nachweis der Tätigkeiten differenzierter in der Dokumentation dargestellt werden. In dem Workshop werden die Unterstützungsmöglichkeiten der EDV, die Grenzen sowie die Herausforderungen für Mitarbeiter und Vorgesetzte diskutiert.
8
Mutti/ Vati Warum hilfst Du/ helft Ihr mir nicht?
Frau Sabine Josupeit
Die besondere Herausforderung in der stationären Arbeit mit psychisch kranken Eltern und deren spezieller Kinder. In unserem Workshop möchten wir ihnen unsere Station und unser Konzept vorstellen und ihnen einige Einblicke in die Praxis unserer Arbeit ermöglichen. Kinder sind der „Symptomträger“ in einer Familie. Bindungsstörungen, Ängste, Konflikte, Überforderung u.v.m. können zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Eine psychische Erkrankung der Eltern und die oft belastende Lebensgeschichte wirken sich störend auf die gesunde Entwicklung des Kindes aus. Mit der Methode der Multifamilientherapie ermöglichen wir Eltern und Kindern eine gemeinsame Therapie.
9
Tagesklinik: Immer etwas besonder(e)s? - Chancen und Grenzen tagesklinischer Behandlung
Anne-Beate Baberg, Martin Kemp
Im Workshop stellen wir kurz zwei verschiedene Modelle tagesklinischer Behandlung vor: einmal als eine Behandlungsform in einer Klinik neben vollstationären Stationen und einmal als alleinige Tagesklinik. Daneben wollen wir aber vor allem mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen und uns den jeweils brennenden Themen rund um die Chancen und auch Grenzen tagesklinischer Behandlung in den verschiedenen Strukturen widmen und dazu austauschen.
10
Adoleszenz
Herr Christian Wimmer
Vorstellung der Adoleszentenstation des kbo-Heckscher-Klinikums am Standort Wasserburg am Inn: Weder „Fisch noch Fleisch“, die Besonderheiten in der Arbeit mit Jugendlichen in der Spätphase der Pubertät. (16 bis 21 Jahre) Routine und Besonderes aus dem täglichen Leben des PED in der Adoleszentenstation Vorstellung des Tagesablaufes und des Wochentherapieplanes. Vorstellung des PED-Gruppenangebotes Regeln, Hausordnung, Verstöße und Konsequenzen in Theorie und Praxis. Umgang mit „neuen“ Medien auf Station. Zeit für Fragen, Anmerkungen und Diskussion
11
Krisenhelferkonzept (KuK) – Kollegen unterstützen Kollegen – Traumaprävention für Mitarbeiter nach belastenden Ereignissen
Herr Florian Eckstein PAIR-Trainer, Stationsleitung, Herr Oliver Annibalini PAIR-Trainer Stationsleitung
Mitarbeiter im Psychiatrischen Arbeitsfeld werden immer wieder mit besonders belasteten Ereignissen konfrontiert, wie beispielsweise Bedrohungen, Übergriffe oder Suizidnachrichten. Diese Ereignisse sind immer wieder für Traumatisierungen von Mitarbeitern verantwortlich. Der Entstehung eines Traumas kann durch schnelle und schützende Unterstützung gut entgegengewirkt werden – an diesem Punkt setzt KuK an. Im Workshop wird das Konzept vorgestellt, nötige Rahmenbedingungen beschrieben aber auch Grenzen des KuK aufgezeigt.
12
Neurofeedback – Training der Selbstregulationsfähigkeit als Unterstützung der Therapie – Vorstellung des Verfahrens
Herr Bastian Palm, Andreas Mehlmann
Neurofeedback ist ein therapieunterstützendes Verfahren zur Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit des menschlichen Gehirns. Erst in den letzten acht Jahren werden die zahlreichen Erfahrungen in unterschiedlichen Indikationsgebieten durch mehr Studien untermauert, Verfahren und Instrumente wurden praxistauglich. Hauptanwendung ist heute der Bereich der Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS). Im Workshop wird das Verfahren vorgestellt, insbesondere hinsichtlich des praktischen Einsatzes in einer Praxis. Eine Live-Demonstration rundet den Workshop ab.
13
Worldcafé „Safewards“
Frau Nadja Basarir Erzieherin B.A. Psychische Gesundheit/ Psychiatrische Pflege LWL-Universitätsklinik Hamm
Das Safewardsmodell wurde von Len Bowers auf der Grundlage verschiedener Studien entwickelt, um die Sicherheit auf psychiatrischen Stationen, insbesondere im Akutbereich zu verbessern Das Modell fasst die Faktoren zusammen, die Einfluss auf die Häufigkeit von Konflikten und deren Eindämmung im stationären Setting haben. Das Worldcafe dient unter anderem dazu, das Safewardsmodell und die entsprechenden Interventionen inhaltlich in Form verschiedener Gruppenaufgaben kennenzulernen. Gleichzeitig wird ein Erfahrungsaustausch stattfinden.
14
Worldcafé "Akademisierung im PED, skill & grade oder kill & straight"
Hajo Oetmann, Oliver Kucklinski, Gabriele Findeisen, Anne Rabeneck
Zielgruppe: Management des Pflege- und Erziehungsdienst Im Worldcafe geht es darum, verschiedene Möglichkeiten beruflicher Wege im PED aufzuzeigen, zu diskutieren und eine Orientierung zwischen Weiterbildung und Studium zu geben. Mögliche Zukunftswege für die eigene Karriereplanung und das Fachgebiet der KJP sollen durch die Teilnehmer gemeinsam diskutiert werden, ebenso sollen die Erwartungen und Wünsche an die BAG zusammengetragen werden.

Bankverbindung

Stornierung

Bei Stornierung der Anmeldung bis zum 15.09.2018 wird der Tagungsbeitrag abzüglich einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30,00 € zurückerstattet.
Bei späterer Stornierung der Anmeldung wird die volle Teilnahmegebühr einbehalten.

 

Bei Überweisung wird der Verwendungszweck durch die Anmeldung vorgegeben,

diesen bitte bei der Überweisung angeben, damit eine Zuordung erfolgen kann.