Tagesklinik und Familie in einem Boot - Die Rolle der Familie im tagesklinischen Behandlungsprozess

Zeit

Freitag, 17. März 2017

Ort

Universitätsklinikum Tübingen
Oslanderstr. 14-16
72076 Tübingen

Dateien

Partner-Veranstalter

*** Anmeldeschluß verlängert ***

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach der sehr positiven Resonanz, die die Tagesklinikforen in Castrop-Rauxel, Herborn und Nürnberg gefunden haben freut sich die gemeinsame Arbeitsgruppe Tagesklinik der BAGs leitender Klinikärzte und leitender Mitarbeiter des Pflege- und Erziehungsdienstes kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken und Abteilungen ganz besonders, Ihnen ein spannendes und vielseitiges Programm für das 4. Tagesklinikforum in Tübingen präsentieren zu können. Die Vorbereitung des Forums fand dabei in enger und fruchtbarer Kooperation zwischen Leitungskräften des Pflege- und Erziehungsdienstes und des ärztlichen/psychologischen Bereichs statt und war von freundschaftlicher Atmosphäre getragen.

Für das Tagesklinikforum 2017 hat sich erfreulicherweise die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter des Universitätsklinikums Tübingen dazu bereit erklärt, die Organisation als Gastgeber zu übernehmen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Bei unserem 4. Tagesklinikforum soll die Einbeziehung der Familie in den Behandlungsprozess ganz im Mittelpunkt stehen. Vorträge und Workshops sollen ein Bild davon geben, wie bunt das Spektrum der Möglichkeiten ist, die Familien der bei uns tagesklinisch behandelten Kinder und Jugendlichen am therapeutischen und pädagogischen Prozess aktiv zu beteiligen. Es freut uns sehr, dass viele Tagesklinikteams ihre speziellen Konzepte und Projekte im Rahmen von Workshops vorstellen und diskutieren möchten.

Neben den fachlich-inhaltlichen Aspekten wird das Forum auch die Gelegenheit bieten, persönliche Kontakte zu knüpfen und Tagesklinikteams regional und überregional neu miteinander zu vernetzen.

Zu unserem Forum sind alle in kinder- und jugendpsychiatrischen Tageskliniken tätigen Berufsgruppen eingeladen. Über eine rege Teilnahme und einen intensiven kollegialen Austausch würden wir uns sehr freuen.

 

Gerhard Förster
Sprecher der Arbeitsgruppe Tageskliniken der BAG leitender Mitarbeiter des Pflege- und Erziehungsdienstes

Dr. med. Hartmut Thieme
Sprecher der Arbeitsgruppe Tageskliniken der BAG leitender Ärzte

 

Vorträge

1
Der familientherapeutische Prozess – ein Segeltörn mit Höhen und Tiefen
Dr. med. Hartmut Thieme – Sprecher der Arbeitsgruppe TK Ärzte - Köln
2
Von Piraten, Meuterern, Ausgesetzten und Verbannten – wie bekommen wir absente Elternteile an Bord und auf Kurs?
Dr. med. Dieter Stösser - KJPD Münsterlingen - Thurgau (CH)
3
Eltern mit an Bord!
Jörg Beier / Dr. med. Antje Herbst - Münster

Workshops

1
Im Spannungsfeld zwischen Überfürsorge und Vernachlässigung - Angehörigenarbeit in einer Tagesklinik für psychisch erkrankte behinderte Kinder und Jugendliche
Heike Schröder-Kranz (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie)
Die Arbeit mit den Angehörigen und wichtigen Bezugspersonen ist elementarer Bestandteil der Behandlung und entscheidend für den Therapieerfolg. Hoffnungen und Ängste, Erwartungen und Befürchtungen sind oft hoch. Die Familien bringen vielschichtige Vorerfahrungen aus dem medizinisch-therapeutischen Hilfesystem mit. Um so wichtiger ist es, sensibel das Umfeld eng einzubeziehen und offen zu sein für die individuellen Verarbeitungsmechanismen und Reaktionen. Diese reichen von Erleichterung („Endlich wissen wir, was los ist“) über Enttäuschungswut („Das kann doch nicht sein!“) bis hin zur Verzweiflung („wie soll das weitergehen?“) über den Supergau, dass zu den körperlichen und / oder kognitiven Behinderungen auch noch psychische Erkrankungen kommen.
2
Familienwappen, Traumhäuser und vieles mehr. Kreative Symbolisierungsarbeit in der multisystemischen Familientherapie
Kay-Susanne Strothe (Kunsttherapeutin, grad. Dipl. Soz.päd.)
In den multisystemischen Einheiten in der Arbeit mit vielen Familien gleichzeitig werden auch kreative Aufgaben eingesetzt um die Wirkfaktoren der Gruppentherapie (MFT nach Asen/Scholz) zu verstärken und zu bereichern. Kunsttherapie ermöglicht es, anders in Interaktion zu gehen und neue Wege für Kommunikation zu finden. Das gemeinsame Tun wird in der Gruppe als Stärkung des Selbst erlebt und befriedigt den Wunsch nach sozialem Eingebunden sein. Prozesse von Symbolisierung können angestoßen werden und inneres Erleben findet Ausdruck. Anhand von praktischen Beispielen wird gezeigt, wie Familien Symbole für sich finden, ihren Wünschen Ausdruck verleihen und sich neue Perspektiven ergeben können.
3
Systemisches Elterncoaching in der kinderpsychiatrischen Pflege- und Erziehungsarbeit
Alina Kristin Meier (Heilpädagogin)
Systemisches Elterncoaching hat sich als ein wirksames Angebot für Eltern in familiären Krisensituationen gezeigt. Eltern erhalten Möglichkeiten, gewalttätigen destruktiven Verhaltensweisen ihres Kindes effektiv und entschlossen gegenüberzutreten. Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume sollen entstehen in denen sie Eskalationen mit ihren Kindern vermeiden, ohne dabei auf eine konfrontative Positionierung zu verzichten. Die Eltern erweitern ihre eigenen Kompetenzen und können zu Entscheidungssicherheit und kreativer Handlungsbereitschaft zurückfinden, die mit ihren Werten übereinstimmen. Das systemische Elterncoaching wurde in Zusammenarbeit von Haim Omer (Tel Aviv/Israel) und Arist von Schlippe entwickelt. In diesem Konzept wird die Grundhaltung des „Gewaltlosen Widerstands“ nach Mahatma Gandhi genutzt. Ziel ist es elterliche Präsenz als Quelle der neuen, elterlichen Autorität wieder herzustellen, wenn diese durch Eskalationen im Familiensystem verlorengegangen ist. Ein Einblick in die Grundhaltung und Grundlagen des Systemischen Elterncoachings sollen in diesem Workshop gegeben werden.
4
*** ABGESAGT *** Plan-E – Eltern stärken
Katrin Vogel (Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin)
Leider wurde dieser Workshop abgesagt!
5
Familienkont(r)akt – Familienarbeit unter den Gesichtspunkten der entwicklungsorientierten Familientherapie in der Tagesklinik
G.-Peter Lampe (Oberarzt, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, systemischer Familientherapeut)
Die entwicklungsorientierte Familientherapie nach Virginia Satir basiert auf der Grundannahme, dass jede Herausforderung im Familiensystem gleichzeitig eine Chance für eine konstruktive Veränderung darstellt. Krisensituationen, so die psychische Erkrankung eines Kindes, können bisher ungenutzte Ressourcen der Familie aktivieren. Häufig sind die Lösungsmöglichkeiten gleichsam schon in der Familie angelegt und müssen mit therapeutischer Hilfe nur noch „entdeckt“ werden. Die Entwicklungsmöglichkeiten und –energien der Familie in die Behandlung zu integrieren, schafft eine immanente Wertschöpfung in der Behandlung. Ein besonderes Augenmerk liegt im Workshop auf den konkreten Vereinbarungen und Aufträgen mit bzw, von der Familie bezüglich der Therapie, d.h. der Erarbeitung eben eines Familienkontrates. Der Workshop ist berufsgruppenübergreifend ausgerichtet
6
Vorstellung der kinderpsychiatrischen Familientagesklinik Fürth
Dr. Caroline Schaffhuber (Diplompsychologin)
Das therapeutische Konzept unserer kinderpsychiatrischen Familientagesklinik mit sehr enger Einbindung der Eltern wird praktisch vorgestellt und unsere bisherigen Erfahrungen beleuchtet. Zusätzlich wird unsere multiprofessionelle Behandlung von Kindern mit Fütterstörungen im Rahmen unserer Familientagesklinik dargestellt.
7
Eltern im Tagesklinik-Behandlungsprozess – unter besonderer Berücksichtigung musiktherapeutischer Methoden
Karl-Heinz Jans (Leitender Diplompsychologe)
In dem Workshop wollen wir vermitteln, wie wir psychisch belastete/erkrankte Eltern in die Behandlung einbeziehen. Insbesondere Methoden der Musiktherapie, die sich hier sehr bewährt haben und bei den Eltern auf große Akzeptanz stoßen, werden vorgestellt. Dabei kann es darum gehen, auf spielerische Weise Kontakt herzustellen, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, gemeinsame Erlebnispotentiale zu entdecken oder emotionalen Ausdruck zu fördern etc. Im Workshop werden nicht nur musikalische Beispiele dieser Arbeit vorgestellt, es werden darüber hinaus Musikinstrumente mitgebracht und den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, eigene Erfahrungen mit diesem Ansatz zu machen. Aktives Engagement ist also erwünscht.
8
Der Familientag – Gemeinsam zum Erfolg
Elisabeth Menck (Ergotherapeutin), Bärbel Kahl (Sozialarbeiterin), Beatrice Hinze (Diplompsychologin), Angelika Fechner (Koordinierende Krankenschwester)
In unserem Workshop möchten wir darstellen, wie sich unsere Elternarbeit im Laufe der Zeit entwickelt hat: von regulären Familiengesprächen/Familientherapien über Eltern-Kind-Spielgruppen, Eltern-Arbeitsgruppen bis hin zu unserem jetzigen Modell des Familientages, der einmal in der Woche für alle Patienten stattfindet und dem Multifamilientherapie-Ansatz entspricht. Wir würden gern unsere Struktur eines solchen Familientages darstellen, dabei besonders auch auf die Anfangsüberlegungen, Hürden, Motivation der Familien und Organisation/Abläufe eingehen. Im Fokus soll eine offene Diskussion stehen –auch der bisherigen Erfahrungen und Probleme.
9
„Brücken bauen“ – Multifamilientherapie mit Grundschulkindern und deren Familien als tagesklinischer Behandlungsbaustein
Daniel Lenz Beruf: Leitender Psychologe – Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut), Doreen Weber (Ergotherapeutin/Neurofeedbacktherapeutin), Ulrike Röttger (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie – Leitende Oberärztin)
Die Multifamilientherapie (MFT) ist seit mehreren Jahren ein wichtiger Baustein unserer tagesklinischen Behandlung. Unter dem Motto „mit Familien für Familien“ werden Familien abgeregt, untereinander Lösungen für ihre Probleme zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei wird mit Techniken der systemischen Familientherapie und psychodynamischen Gruppentherapie gearbeitet. Im Rahmen des Workshops wird der Magdeburger Ansatz der MFT vorgestellt, in dem das Entwicklungsalter der Kinder und der damit verbundene Entwicklungszyklus der Familie (Cierpka et al 1995) den Fokus bilden. In kreativer Teamarbeit sind altersspezifische Anwendungsformen entstanden, wobei im Workshop Einblicke in die entstandene Umsetzung der MFT mit Grundschulkindern und ihren Familien vermittelt werden. Die Teilnehmer sind eingeladen, anhand konkreter Beispiele und Übungen neue Ideen und Anregungen für die tagesklinische Arbeit zu entdecken
10
Gruppenpsychotherapie mit Jugendlichen – zwischen Ideal und Praxis
Natalie Kirch (Erzieherin), Anna Köcher (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin)
Gruppentherapie ist eine der wirksamsten psychotherapeutischen Methoden im Erwachsenenbereich. Die Tagesklinik für Jugendliche am UKT hat diese für ihre jungen Patienten adaptiert. Die Idee: Jugendliche sollen sich selbst im Kontakt mit den anderen besser kennenlernen und gemeinsame Wege aus ihren Problematiken finden. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Teilnehmer der Gruppe zu sich selbst und zu den anderen ehrlich und offen sind, ihre Gedanken und Gefühle mitteilen und Themen, die sie beschäftigen ansprechen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den unmittelbaren Konflikten innerhalb der Gruppe und mit den Therapeuten. Die Jugendlichen sollen die Sitzung als ein Übungsfeld begreifen, ihre Art der Beziehungsgestaltung zu erkennen und zu verbessern. So weit die Theorie, aber wie sieht das in der Praxis aus? Die Tagesklinik für Jugendliche berichtet und lädt die Teilnehmer zu einem regen Erfahrungsaustausch ein!
11
„Elterntraining“ während der tagesklinischen Behandlung
Uyen Phan (Dipl.-Sozialpädagigin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Ausbildung), Jutta Gantner (Kinderkrankenschwester und Jugend- und Heimerzieherin)
Im Workshop „Elterntraining“ der Uniklinik Tübingen wird das Praxiskonzept vorgestellt, das den Eltern unserer jungen Patienten während des Tagesklinik Aufenthaltes angeboten wird. Dazu gehören Ablauf, Themen, Inhalte und Methoden, welche wir den Eltern vermitteln. Das Elterntraining baut auf dem Tübinger-Intensiv-Programm für Eltern TiPe auf, wurde durch aktuelle Forschungsergebnisse ergänzt und auf Grundlage langjähriger Durchführungsphasen an die Bedürfnisse eines tagesklinischen Settings adaptiert. Das so entstandene Elterntraining ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Tagesklinik geworden. Daneben soll im Workshop der informative Austausch unter den Teilnehmern gefördert werden.
12
*** ABGESAGT *** „Landart“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Aini Kujamäki (Ergotherapeutin), Katharina Kräft (Körper- und Bewegungstherapeutin)
Leider wurde dieser Workshop abgesagt!
13
Alle an einem Strang: Tagesklinik für Familien mit Babys und Kleinkindern
Claudia Jaursch (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie - Oberärztin), Dr. Eva Lehmann (Diplom-Psychologin)
Wir bieten therapeutische Hilfe an für Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren mit Ein- und Durchschlafstörungen, Ess- und Fütterstörungen, Schreiproblemen, Spielunlust, verstärkten Trotzphasen, verunsicherten, erschöpften und/oder psychisch kranken Eltern. Beim Säugling und Kleinkind besteht ein besonderer Zusammenhang zwischen körperlichen Befinden, Verhaltens- und Beziehungsproblemen. Während des Aufenthalts in unserer Tagesklinik wollen wir Hilfe suchende Eltern dabei unterstützen, die Symptome ihres Kindes besser zu verstehen und zu lernen, wie diese mit ihrem eigenen Befinden und Verhalten zusammenhängen. Im Rahmen des Workshops wollen wir unser Behandlungsangebot vorstellen und am Fallbeispiel zur frühen Interaktionsstörung mit Videoarbeit Einblick in die therapeutische Arbeit mit Familien mit Babys und Kleinkindern ermöglichen.
14
„Alle Mann an Deck“ – Das multiprofessionelle Team im Eltern-Kind - Setting
Irina Bahro (Fachpflegerin für Kinder- und Jugendpsychiatrie), Kathrin Kampe (M.Sc. Klinische Psychologin)
Basis unserer Arbeit im Eltern-Kind-Setting ist eine enge Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team. Unsere Therapiebausteine fußen daher auf einer engen Verzahnung der einzelnen Fachgruppen, Methoden und individuellen Ressourcen unserer Mitarbeiter/innen. In unserem Workshop möchten wir anhand von Video-Fallbeispielen unser Eltern-Kind-Konzept vorstellen, sowie Methoden zur Video-Interaktionsanalyse unter Beteiligung verschiedener Fachgruppen und die darauf aufbauende Therapieplanung besprechen. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Gestaltung und Strukturierung der Teamprozesse liegen, die Grundlage unserer täglichen Arbeit ist.
15
*** ABGESAGT *** Beziehungs- und Interaktionsarbeit für Vorschulkinder
Stefan Wiesch (Diplom-Psychologe – Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut), Jörg Heskamp (Krankenpfleger)
Leider wurde dieser Workshop abgesagt!
16
Vom Kleinen zum Großen und vom Großen zum Kleinen – Transfereffekte zwischen Mehrfamilientherapie und Einzelarbeit mit Familien
Tanja Ball (Diplom-Sozialpädagogin), Anna Schnöpel (BA Soziale Arbeit)
Vom Kleinen zum Großen und vom Großen zum Kleinen. Transfereffekte zwischen Mehrfamilientherapie und Einzelarbeit mit Familien. Beispiele aus der Tagesklinik Pionierstraße. In unserem Workshop geben wir Ihnen einen Einblick, wie wir verschiedene Methoden der Arbeit mit Familien miteinander verbinden. Dies möchten wir praxisorientiert anhand von Beispielen darstellen. Als Methoden stellen wir unsere Leuchtturmgespräche (eine Form von Zielfindung und –vereinbarung mit Familien), Mehrfamilientherapie und pädagogische Familienberatung vor. Dabei berichten wir von unseren Erfahrungen mit den Altersstufen von 10 bis 14 und von 14 bis 18 Jahren. Wir freuen uns, im Austausch mit Ihnen zu erarbeiten, wie Elemente der verschiedenen Settings miteinander verbunden werden können.
17
*** ABGESAGT *** Systemisch-psychomotorische Familienberatung verknüpft mit Marte Meo
Marco Renna (Motopäde), Denis Wenz (Erziehungswissenschaftler M.A. –Marte Meo Therapeut i.A.)
Leider wurde dieser Workshop abgesagt!
18
Emotionale Balance mit wingwave® für Kinder, Eltern und Teams
Dr. Johanna Schulte Wermlinghoff (Ärztliche Bereichsleiterin der Tageskliniken und Ambulanzen), Angelika Nassmacher (Stationsleitung der Tagesklinik Borken)
Das wingwave® Training vermittelt Ihnen eine Reihe von effektiven Selbstcoaching Methoden zur Stressregulation, zur Kreativitätssteigerung und zur positiven Motivation. Das Training sorgt für einen angenehmen „flow“ der Gefühle. Sie werden mit wingwave® gelassener kommunizieren und arbeiten, sowie in Ruhephasen genussvoll Energie tanken. In unserer LWL-Tagesklinik Borken findet das Training bereits bei Kindern, Jugendlichen und Eltern goßen Anklang und ist integriert in das ganzheitliche Behandlungsangebot. Zur ergänzenden Vorinformation siehe auch: www.wingwave.com
19
*** ABGESAGT *** FiSch in der Tagesklinik Ludwigsburg
Dr. Tina Schlüter (Oberärztin KJPP Tagesklinik Ludwigsburg)
Leider wurde dieser Workshop abgesagt!
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Multifamilientherapie mit essgestörten Kindern und Jugendlichen – ein Baustein der störungsspezifischen Behandlung am Zentrum für Essstörungen der KJP-Dresden
Katja Scholz (Sozialpädagogin - Familientherapeutin)
An der Familientagesklinik für Essstörungen verbindet die störungsspezifische Mehrfamilientherapie die Wirksamkeit der systemischen Familientherapie mit den Wirkfaktoren der Gruppentherapie. Multifamilientherapie ist dabei mehr als „Familientherapie mit vielen“. Durch die Multifamilientherapie mit essgestörten Patienten und deren Angehörigen ergeben sich spezifische Effekte wie z.B. die Schaffung von Solidarität und Hoffnung auf Überwindung von Isolation und Stigmatisierung sowie Schaffung neuer multipler Perspektiven. Im Workshop werden zunächst die strukturellen Bedingungen der Familientagesklinik für Essstörungen mit ihrer Einbettung am Zentrum für Essstörungen dargestellt. Im Anschluss werden die drei Phasen des Behandlungsprogramms vorgestellt, bei denen die Eltern durch die Kombination von Alltagsnähe, störungsspezifischen Interventionen und der anerkennenden therapeutischen Grundhaltung gegenüber ihrer Verantwortlichkeit eine wichtige Rolle in der Therapie übernehmen und immer mit ihrem Kind in Kontakt bleiben. Die Therapeuten befähigen die Eltern zu selbst erarbeiteter Kompetenz im Umgang mit der Erkrankung ihres Kindes, sodass die Eltern genügend Wissen, Handlungskompetenz und intrafamiliäre Tragfähigkeit erwerben, um eine Gewichtszunahme und Gewichtsstabilisierung des erkrankten Kindes im häuslichen Umfeld zu erreichen und zu halten.
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„Wer ist der Chef? - Multifamilientherapie zum Thema Verantwortung in der Familie“
Ulrike Breme-Matthiessen (Psychologische Psychotherapeutin), Thomas Pletsch (Arbeitspädagoge - Transaktionsanalytiker)
In dem Workshop „Wer ist der Chef?“ werden Möglichkeiten vorgestellt, wie das Thema Verantwortung in der Familie in multifamilientherapeutischen Kontexten einer Tagesklinik (Multifamiliennachmittag/Multifamilientag) aufgegriffen werden kann. Neben einigen theoretischen Überlegungen werden gemeinsame Reflektionsrunden sowie Aktionen praxisnah vorgestellt.