Bundesfachtagung der BAG 2015

Zeit

Donnerstag, 24. September 2015 bis Freitag, 25. September 2015

Ort

Klinikum am Weissenhof
Weissenhof 1
74189 Weinsberg

Gebühren

Gesamte Tagung

  • für Referent bzw. Vorstand : 0,00 €
  • für Neumitglieder (1. Teilnahme an einer BFT) : 90,00 €
  • für Mitglieder : 140,00 €
  • für Nichtmitglieder : 165,00 €

Tageskarte

  • für Neumitglieder (1. Teilnahme an einer BFT) : 40,00 €
  • für Mitglieder : 70,00 €
  • für Nichtmitglieder : 100,00 €

Jeweils incl. Pausengetränke, Mittagessen am 24.09. und dem Buffet am Tagungsfest. Die Getränke auf dem Tagungsfest sind nicht inbegriffen!

Bei Stornierung der Anmeldung bis zum 11.09.2015 wird der Tagungsbeitrag abzüglich einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30,00 € zurückerstattet. Bei späterer Stornierung der Anmeldung wird die volle Teilnahmegebühr einbehalten.

Anmeldeschluss

04.09.2015

Dateien

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

1995 -2015: 20 Jahre BAG, 20 Bundesfachtagungen. Das drückt sich auch im Thema unserer Tagung aus: „20 Jahre und kein bisschen leise“ –wir melden uns mit Vorträgen und Workshops zu aktuellen Themen aus unserer täglichen Arbeit zu Wort.

Mit dem Untertitel: „Wenn Pflege Wissen schafft“ möchten wir unser Selbstbewusstsein zum Ausdruck bringen mit dem wir in den letzten 20 Jahren viele Veränderungen mitgestaltet haben, so wurden in allen Regionen der Republik Fachweiterbildungen für den Pflege- und Erziehungsdienst erfolgreich initiiert und umgesetzt. Wir haben 4 Fachbücher für den PED herausgegeben, in denen Themen der praktischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und viele gute Anregungen geben.

Für die Tagung haben wir wieder ein vielfältiges Angebot Themen zusammengestellt das in den Vorträgen und Workshops unsere tägliche Arbeit in seine vielen Facetten bestens repräsentiert. Besonders möchte ich hier auf die Verleihung des 5. Pflege- und Erziehungspreises hinweisen.

Neben der Fachlichkeit ist in gewohnter Weise Raum für regen Austausch und zum Feiern eingeplant.

Nachdem die Tagung in einem ländlichen Versorgungsgebiet stattfindet, möchte ich schon im Vorfeld um Verständnis und Nachsicht bitten, dass dadurch vermehrte Wegezeiten für die Transfers zwischen den Veranstaltungsorten notwendig werden.

Ich freue mich Sie im September in Weinsberg begrüßen zu dürfen.

Hans-Ulrich Neunhoeffer, Vorsitzender der BAG

Workshops

1
Elterntraining bei ADHS
Paul Jehle, Dipl. Soz.Päd. und Systemischer Elterncoach, Zentralinstitut Mannheim und Berna Eichhorn, Erziehungswissenschaftlerin ( M.A.), Cand. Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeutin, Zentralinstitut Mannheim
In dem Workshop werden theoretische Hintergründe zur Arbeit mit den Eltern aufgezeigt und ganz konkrete Beispiele und Tipps für die tägliche Arbeit mit den Eltern erarbeitet. Beide Referenten verfügen über jahrelange Erfahrung in der stationären Arbeit als auch im ambulanten Umfeld sowie in Jugendhilfe- Bezügen.
2
Theaterpädagogik
Albrecht Gottschall, Dipl. Soz.Päd., Theaterpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Zentralinstitut Mannheim
In dem Workshop werden beispielhafte Abläufe von der Entstehung eines Theaterprojektes bis zur Aufführung aufgezeigt. Mitnahme von Ideen für die tägliche Arbeit und der „Mitmachcharakter“ stehen im Vordergrund und ermöglichen auch einen Austausch für Theaterschaffende in den Reihen der Kolleginnen und Kollegen.
3
Deeskalationsmanagement und Deeskalationstrainerausbildung- State oft he Art
Claus Staudter, Fachpfleger für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Deeskalationstrainer, PDL, ZI Mannheim
Ein aktuelles und modernes Deeskalationskonzept sowie die Inhalte einer berufsbegleitenden Trainerausbildung stehen im Mittelpunkt des Workshops. Analog zu den Vorträgen und Workshops beim diesjährigen DGPPN in Berlin wird etwa die Hälfte der Zeit für einen theoretischen Input genutzt, Kollegiale Beratung und Austausch sowie praktische Übungen stehen ebenso im Fokus.
4
Vom Schützen und Beschützen
Alexandra Sondergeld, Kinderkrankenschwester, Stationsleitung, , Zentralinstitut Mannheim
In dem Workshop wird ein modellhaftes Konzept vorgestellt, das für Jugendliche mit emotionaler Dysregulation und stark selbstgefährdete Jugendliche entwickelt wurde. Teile des Konzepts werden in ein neues Adoleszentenzentrum einfließen, das im Spätjahr eröffnet wird. Kollegialer Austausch rund ums Schützen und Beschützen ist genauso erwünscht wie Fragen rund um Einschätzen und Eingruppieren der Jugendlichen.
5
Kollegiale Beratung- für Stations- und Gruppenleitungen
Marion Witte, Dipl.Betriebswirtin, NLP, Systemischer Coach
Es ist uns gelungen für diesen Leitungsworkshop eine hervorragende Referentin zu gewinnen, die „Kollegiale Beratung“ als Mittel Station- und Gruppenleitungen vorstellen wird. Ziel ist es auch im Workshop die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so einzubinden, dass sie künftig „Kollegiale Beratung“ in ihren Einrichtungen nutzen oder sich im Workshop über die Anwendung austauschen können.
6
Neurofeedback bei ADHS und anderen Indikationen
PD Dr. rer.nat. Meike Wiedemann
In dem Workshop wird in einem Vortrag erklärt wie Neurofeedback funktioniert und unter welcher Anwendung sich die entsprechenden Effekte erwarten lassen dürfen. In dem Workshop besteht außerdem die Möglichkeit die Anwendung vor Ort zu testen.
7
Gender Mental Health Care
Robert Radlinska, Gesundheits und Krankenpfleger für Psychiatrie, Fachwirt für Organisation und Führung im Gesundheitswesen, ZFP Weinsberg
Der genderspezifische Aspekt in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen hat bisher in der Kinder – und Jugendpsychiatrie zu wenig Beachtung gefunden. In dem Workshop wird ein Konzept vorgestellt, das mit verschiedenen Modulen arbeitet und jederzeit für die Jugendlichen einen Quereinstieg ermöglicht, da alle Module in sich abgeschlossen sind.
8
Skills- in der praktischen Anwendung
Kerstin Papke, Krankenschwester, lizenzierte DBT- Trainerin für Pflegeberufe, Zentralinstitut Mannheim
Die Erstellung und Nutzung von Notfallkoffern, welche Skills für welche Situationen und mit welchen Skills können die Patienten die oft als unerträglich erlebte emotionale Anspannung reduzieren oder kontrollieren. Der Workshop geht sowohl auf zugrundeliegende Konzepte als auch auf Tipps für die tägliche Arbeit ein. Der Workshop passt hervorragend zum Vortrag von Prof. Dr. Martin Bohus am Vormittag. Gerne ist hier genauso ein Austausch von erfahrenen Anwendern wie ein Kennenlernen der Materie möglich. Die Referentin bringt entsprechendes Material mit.
9
Therapeutisches Bogenschießen
Alexandra Hitscher, Erzieherin, Trainerin für Therapeutisches Bogenschießen, ZFP Weinsberg
In dem Workshop geht es um Grundlagen, Konzept und praktische Übungen. Gibt es einen störungsspezifischen Zugang zum Bogenschießen oder profitieren alle Kinder und Jugendlichen von diesem Angebot. Der Workshop findet in der klinikeigenen Bogenschieß anlage statt und beinhaltet auch das Üben vor Ort, daher ist die Teilnahme auch auf max. 20 Teilnehmer begrenzt.
10
Erlebnispädagogik- Kooperationsübungen für Kinder und Jugendliche
Stephan Schulze, Erzieher, Erlebnispädagoge, ZFP Weinsberg
Im erlebnispädagogischen Kontext werden Kooperationsübungen für Kinder und Jugendliche vorgestellt, die sowohl geeignet sind im Sinne einer Erweiterung der Sozialen Kompetenzen zu arbeiten als auch ganz individuelle Ressourcen zu fördern und zu unterstützen.
11
Nähe und Distanz als zentrales Thema im pädagogisch- pflegerischen Alltag
Daniela Geib, Diplom- Pädagogin, Anette Singer, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pfalz- Institut Klingenmünster
Eine gelungene Beziehungsgestaltung zu den Kindern/ Jugendlichen und ihren Familien stellt die Grundvoraussetzung dafür dar, dass sich unsere Patienten gut weiterentwickeln und ihre Therapieziele erreichen können. Gleichzeitig kann es klare Angaben zu einem angemessenen Nähe-Distanz Verhältnis nie geben: Die Gestaltung dieses Verhältnisses, ist individuell, dynamisch und stellt uns immer wieder vor große Herausforderungen. Der Workshop will sich mit der Beziehungsgestaltung unter dem Schwerpunkt der Nähe- Distanz Gestaltung beschäftigen; es geht hierbei um den aktiven Austausch, die Diskussion und Reflexion eigener Grenzen anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen.
12
RESILIENZ- Was macht Kinder stark ?
Petra Leer, Fachkraft für Kinder und Jugendpsychiatrie, ZFP Weinsberg
Sich ändernde Entwicklung- und Lebensbedingungen machen in der Gesellschaft immer wichtiger zu verstehen wie wir Resilienz verstehen und in unser Arbeitsfeld einbeziehen können. Gestärkt aus einer Krise hervorgehen oder zerbrechen sind dies zufällige Ereignisse oder gibt es Items, die uns helfen können positiv einzugreifen. In dem Workshop gibt es einen aktuellen theoretischen Input zu Resilienz und die Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit bei der Bearbeitung dieses sicher sehr wichtigen Themas. Die Referentin hat sich in ihrer aktuellen Abschlussarbeit als Fachkraft mit dem Thema auseinandergesetzt.
13
Körperschemastörungen bei Anorexia Nervosa
Renate Michel, Körpertherapeutin, Zentralinstitut Mannheim
Frau Michel arbeitet bereits seit langen Jahren sehr erfolgreich mit Patientinnen und Patienten, die unter Essstörungen leiden. Theoretische Grundlagen zum besseren Krankheitsverständnis und praktische Beispiele für die tägliche Arbeit bilden die Schwerpunkte des Workshops . Wir werden vor Ort auch die Möglichkeit haben mit einem großen Spiegel zu arbeiten. Der Workshop wendet sich an erfahrene Kolleginnen und Kollegen , die auf diesem Gebiet arbeiten aber auch an Kolleginnen und Kollegen, die sich für diesen Bereich interessieren und mal „ schnuppern „ möchten.
14
Von Problemriesen und Lösungszwergen
Oliver Kucklinski, Jugend- und Heimerzieher, NLP Trainer, systemischer Coach
Warum ist es gut Probleme zu haben? Wozu dienen psychische "Störungen"? Wie kann man seine Perspektive wechseln? In dem Workshop soll der systemisch- lösungsorientierte Ansatz erfahrbar werden und durch kleine Übungen praktisch ver- mittelt. Vielleicht kann so ein Riese schrumpfen und ein Zwerg beginnen zu wachsen...
15
Home- Treatement
Maren Kraffczyk- Papenthien, Kinderkrankenschwester, Universitätsklinik Hamburg
Aufsuchende Behandlung eines Patienten in seinem gewohnten familiären Umfeld. Ein Angebot des KJP des Universitätsklinikums Eppendorf für Familien von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen finanziert durch den Verein HOME für Kids e.V. Vorstellung des Projekts: Ziele, Behandlungsangebot und unsere Erfahrungen.
16
"Psychiatrie?!?! - da geh ich nicht hin!" - Ein Baustein für informierte Patient(inn)en
Tobias Falke, Sozialpädagoge, LWL-Elisabeth- Klinik Dortmund
Kinder- und Jugendliche sind die wichtigsten Partner im Rahmen der Behandlung. Eine Klinik stellt in den Vorgesprächen zur Aufnahme fest, "Wer ist denn das?" und "Passt der Patient zu unserem Angebot?" Doch welche Möglichkeiten haben Patienten sich im Vorfeld einer Therapie über die Klinik und die konkreten Abläufe zu informieren?! In diesem kreativen Workshop werden Beispiele gelungener Präsentationen von Stationen und Kliniken vorgestellt, die Sichtweisen der Kinder und Jugendlichen eingenommen und mit einem breiten Spektrum an Ideen mögliche Ansätze für die eigene Klinik erarbeitet. Am Ende wird hoffentlich jeder mit neuen Ideen und mit eigenen Ideen seine Klinik auch aus Patientensicht gesehen haben!